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„W wie Wissen“: Menschenaffen

Gorilla-Waisenhaus in Kamerun Im Limbe Wildlife Center leben 16 junge Gorillas. Sie wurden durch die Jagd auf ihre Eltern zu Waisen, denn Wilderei und illegaler Tierhandel florieren in Kamerun. In Limbe werden sie aufgezogen in der Hoffnung, sie eines Tages wieder freizulassen. Doch die Aussichten sind nicht sehr vielversprechend. Denn auch der Lebensraum der Menschenaffen wird zerstört. Werden die jüngsten Gorillas in Limbe eines Tages die Chance auf ein Leben in Freiheit haben?

Der Retter der Affen Der Tierschützer Ofir Drori stellt mit seiner privaten Organisation LAGA und den Behörden Wilderern nach und deckt regelmäßig schwere Vergehen gegen den Tierschutz auf. Die Arbeit ist gefährlich. Seine Ermittler arbeiten verdeckt. Drori selbst sagt: „Das ist kein kleines Geschäft. Es steckt eine Mafia dahinter.“ Er hat viele Feinde, aber auch Freunde in der Regierung und bei den Behörden. Denn er ist nicht der einzige, der erkannt hat, dass der größte Feind der Natur Afrikas die Korruption ist.

WiZ: Menschenaffen Um gerade einmal drei Prozent unterscheidet sich das Erbgut des Orang Utans von unserem. In den Regenwäldern Indonesiens leben inzwischen weniger als 50.000 Tiere. Mit einem um nur 1,7 Prozent abweichenden Erbgut ist der Gorilla unser zweitnächster Verwandter. Am ähnlichsten ist uns der Schimpanse: Zu fast 98,8 Prozent stimmt unser Erbgut überein. Höchstens 300.000 Schimpansen leben noch im afrikanischen Urwald. Experten schätzen, dass er in 50 Jahren ausgestorben sein wird.

Wieviel Affe steckt im Menschen? In einem abgelegenen Teil Indonesiens traf ein Primatenforscher Orang-Utans, die etwas konnten, was Orang-Utans eigentlich nicht können: Sie benutzten – etwa zum Öffnen von Früchten – Werkzeuge. Eine weitreichende Entdeckung. So konnte erstmals nachgewiesen werden, dass soziales Lernen keine Errungenschaft unserer menschlichen Vorfahren war, sondern schon von Affen beherrscht wurde. Der Unterschied zwischen Affe und Mensch – er ist viel geringer als wir bislang dachten!

Menschenaffen, Plaudertaschen – Kommunikation der Primaten Gebrüll und gegenseitiges Lausen – weit mehr Umgangsformen bekommen Zoobesucher im Primatenhaus selten mit. Dabei kommunizieren die Schimpansen, Bonobos, Gorillas und Orang Utans jeweils vielfältig miteinander; bisweilen sogar mit dem Menschen. Beides wird weltweit erforscht – auch, um herauszufinden, wie sich die menschliche Sprache entwickelt hat. Auch wenn die Stimmorgane von Menschenaffen nicht für unsere Sprache ausgelegt sind, ist Kommunikation dennoch möglich.

Sendetermin am 5. Juli 2009 um 17.03 Uhr im Ersten, Moderation: Dennis Wilms

Quelle

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